Richtlinien für die BHV-Dummyprüfung

Allgemeine Bestimmung

Leistungsklassen:

BHV-Dummyprüfungen und Blind Dates werden in drei Leistungsklassen abgelegt: 

  • Schnupperer
  • Anfänger
  • Fortgeschrittene

Jede Stufe hat 6 Prüfungsaufgaben, von denen jeweils drei Pflichtaufgaben und drei Wahlaufgaben sind. Es bleibt bei fünf Aufgaben je Prüfung.

Dummies:

Alle Arbeiten werden mit grünen Standard-Dummies (ca. 500g) ohne zusätzliche Bezüge, Felle, Federn, etc. durchgeführt. Bei kleinen Rassen dürfen an die Größe des Hundes angepasst andere Dummies verwendet werden.

Auch in der Schnupperer-Klasse wird mit Dummies der Veranstalter geprüft (es dürfen keine eigenen Dummies oder alternative Gegenstände mitgebracht werden).

Hilfsmittel:

Es kommen keine Markierstäbe oder ähnliche Einweisehilfen zum Einsatz, außer zum Markieren von Start- und Endpunkten der Teams.

Gelände:

Prüfungen müssen im Gelände stattfinden (Hundeplatz kann kein Prüfungsgelände sein).

Bewertung:

Jede Aufgabe kann maximal mit 20 Punkten bewertet werden.
Es gibt keine Joker.
Jedes Dummy, auf das geschickt wird, wird aus 10 oder 20 Punkten gerichtet.
Eine Null für ein Dummy führt nicht automatisch zum Nicht-Bestehen.
Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der Summe der Punkte für die einzelnen Prüfungsfächer.

Folgende Prädikate werden vergeben:

Punkte bei BHV-Dummyprüfungen 

Prädikat

0 bis 50

nicht bestanden 

51 bis 100 

bestanden 

Bewertung der Leistung:

Positive Eigenschaften:

  • Arbeitsfreude und Initiative
  • Standruhe
  • Markierfähigkeit
  • Ausdauer
  • Apportierfreudigkeit
  • Einsatz der Nase
  • Gehorsam
  • Lenkbarkeit

Prüfungsort:

  • Alle Aufgaben werden im Gelände mit aufgelockertem Bewuchs geprüft. Die Dummies dürfen für den Hund vom Startpunkt aus nicht sichtbar sein.
  • Für jede Aufgabe (nicht für jedes Team) muss ein ungenutzter Geländebereich zur Verfügung stehen.
  • Lediglich die aufgeführten Geländehilfen sind erlaubt.
  • Die Standorte der Hilfspersonen und die Wurfrichtung werden vom Prüfer/ von der Prüferin vorgegeben.
  • Der Wurf eines Dummys soll nur nach Aufforderung durch den/die Prüfer/in wiederholt werden.
  • Die zukünftigen Laufwege des Hundes sollten bei der Vorbereitung der Aufgabe möglichst nicht betreten werden.
  • Eine Wartezone ist außerhalb der Sichtweite der Prüfung vorzuhalten.

Ablauf:

  • Die Aufgabe beginnt mit dem Ableinen des Hundes.
  • Der Hund darf nach dem Ableinen nicht mehr angefasst werden.
  • Der/die Prüfer/in 
    • erklärt die Aufgabe und fordert danach den/die Teilnehmer/in zum Ableinen des Hundes auf
    • gibt der Hilfsperson das Signal zum Werfen
    • gibt den Teilnehmer/innen nach einer Markierung zum Start frei (z.B. durch Nicken, Antippen etc.). Beim Einweisen und bei der Verlorensuche darf der/die Teilnehmer/in nach der Freigabe den Startzeitpunkt selbst wählen.
    • kann eine „letzte Chance“ signalisieren, um den Abbruch der Aufgabe anzukündigen.
  • Die Aufgabe endet nach dem Anleinen des Hundes. Erst dann darf der Hund belohnt werden.
  • Springt ein Hund bei Aufgaben mit mehreren Hunden ein, ist dieser danach beim Arbeiten des anderen Hundes anzuleinen. Die Aufgabe ist für den einspringenden Hund nicht bestanden.
  • Sollte ein Hund aufgrund seiner Größe, seines Alter oder körperlicher Einschränkungen nicht in der Lage sein, die festgelegte Distanz zu bewältigen, kann diese im Ermessen des Prüfers angepasst werden.

Der Hund muss:

  • unangeleint in Grundstellung bleiben, bis er das Signal zum Starten erhält
  • einen einmal wahrgenommenen Dummy bringen (nicht „blinken“)
  • einen einmal aufgenommenen Dummy nicht tauschen
  • nur einen Dummy pro Durchgang apportieren
  • den Dummy nicht herumschleudern/fallen lassen. Sollte der Hund den Dummy zum Umgreifen ablegen, muss er diesen sofort und selbständig wieder aufnehmen
  • den Dummy in die Hand des Menschen abgeben.

Der Hund muss bei der Markierung:

  • mind. 2 Sekunden in Grundstellung sitzen bleiben, nachdem eine Markierung gefallen ist
  • zügig in den Bereich der Fallstelle des Dummys laufen
  • im Fallstellenbereich erkennbar beim Suchen bleiben.

Der Hund muss beim Einweisen:

  • erkennbar und zügig in die eingewiesene Richtung laufen.

Der Hund muss bei der Verlorensuche:

  • erkennbar bei der Suche bleiben
  • die Aufgabe innerhalb von 5 Minuten bewältigen.

Der Hund sollte:

  • zügig, freudig und leise arbeiten
  • die Signale des Hundeführers erkennbar umsetzen
  • Dummy nicht knautschen (mit Lochung)

Erlaubte Hilfen:

  • Signalwiederholung
  • Rückruf‐Pfiff

Erlaubte Hilfen beim Einweisen:

  • Stopp‐Pfiff
  • Suchen‐Pfiff
  • Rechts/Links/Back/Suchen-Signal, dabei darf sich der/die Teilnehmer/in nur ca. einen Schritt vom Startpunkt entfernen

Erlaubte Hilfen bei der Verlorensuche:

  • Ansatzpunkt des Hundes auf der Grundlinie ist frei wählbar
  • Bewegung an der Grundlinie
  • Zurückholen ins Suchengebiet (ein erneutes Ansetzen ist nicht erlaubt).