"Hundekauf während Corona Problem oder Chance?"

Welpenpreise explodieren, Züchter*innen und Tierheime werden mit Anfragen überschüttet.

Es hat sich gezeigt, dass im „Coronajahr“ deutlich mehr Hunde und Welpen unterschiedlichster Herkunft angeschafft wurden und werden, als in „normalen“ Zeiten üblich.

Die Ordnungsämter registrieren mehr Hunde als je zuvor und laut VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) sind im Jahr 2020 rund 20 Prozent mehr Hunde gekauft worden als in den Jahren davor.

In Kombination mit dem aktuellen Lockdown, in dem Hundeschulen zum Teil gar nicht oder nur eingeschränkt arbeiten dürfen, führt es dazu, dass Hundehalter*innen keine oder nur sehr eingeschränkte Möglichkeit haben, ihre Hunde unter fachgerechter Anleitung zu erziehen und auszubilden.

Dies hat unter Umständen gravierende Folgen für die Entwicklung, Erziehung und Ausbildung der Hunde mit entsprechenden Konsequenzen für Zusammenleben und Sicherheit von Mensch und Hund im privaten wie im öffentlichen Bereich.

Die Risiken sind umso größer, je weniger Erfahrung HundehalterInnen mitbringen. Hinzu kommt die Gefahr, durch Unkenntnis und/oder Überforderung bei Erziehung und Ausbildung auf aversive Methoden zurückzugreifen, wenn Besitzer/-innen nicht fachkundig angeleitet werden.

Gerade Welpenbesitzer*innen brauchen oft fachmännischen Rat, denn Welpen sind kein unbeschriebenes Blatt. Viele Faktoren formen einen jungen Hund und haben Einfluss auf sein Verhalten. Gerade die Wochen vor der Geburt, die Genetik und die erste Zeit beim Züchter haben einen großen Einfluss auf das Wesen des kleinen Hundes. Ist der kleine Hund dann erstmal bei seinen neuen Besitzern eingezogen, tauchen oftmals viele Fragen auf.

Auch bei pubertierenden Junghunden brauchen Hundebesitzer*innen oftmals dringend fachmännischen Rat. Das erste „Pubertier“ im Haus zu haben ist manchmal eine echte Herausforderung.

Jeder Hund ist ein ganz individuelles Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und seinen ganz eigenen Strategien, mit verschiedenen Umweltsituationen umzugehen. Hundehalter*innen müssen gut geschult werden, die Körpersprache und Signale ihrer eigenen Hunde zu lesen.

Es besteht aktuell eine große Nachfrage und dringender Bedarf an Hundeschul-Kursen. Denn fachgerechte Anleitung und Training wäre gerade jetzt für Halte*innen wichtig, insbesondere für Erst-Hundehalter*innen, Welpenbesitzer*innen, Besitzer*innen von Tierschutzhunden oderProblemhunden.

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