Beschäftigung auf dem Spaziergang ist wünschenswert

10. Januar 2016

Es kann passieren, dass Hunde sich ihre eigenen Herausforderungen suchen, wenn man sie auf dem Spaziergang nur sich selbst überlässt. Hier ist die Kreativität des Halters gefragt.

Waldems-Esch, 10. Januar 2016 – Ausreichend Bewegung ist für einen gesunden Hund unabdingbar. „Doch Hunde wollen auf dem Spaziergang auch beschäftigt werden“, sagt Biologin Dr. Katrin Hagmann, Mitglied im Ausbildungsrat des BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.).

Dabei liegt es ganz an den Vorlieben des Hundes, aber auch des Menschen, welche Beschäftigung man wählt. So seien Koordinationsübungen, Futtersuchspiele oder kleine Tricks gut auf dem Spaziergang zu integrieren, informiert Dr. Katrin Hagmann. „Auch ein Ballspiel, ruhige Zerrspiele oder die Suche nach dem Lieblingsspielzeug bringen Abwechslung in den Alltag.“

Doch Vorsicht bei zu heißem Wetter oder bei Kälte und Nässe: Ein Hund sollte nie über seine Grenzen hinaus gefordert werden. „Es ist ohnehin besser, immer mal 5 Minuten Beschäftigung für den Hund zwischendurch einzuschieben, als ihn beispielsweise am Stück eine halbe Stunde lang Aufgaben absolvieren zu lassen. Neben der Beschäftigung soll der Hund ebenso genügend Zeit zum Erschnuppern von den Spuren und Markierungen anderer Hunde haben oder einfach nur bei seiner Bezugsperson laufen dürfen, ohne dass er dauernde Aktion ihrerseits erwartet“, so Katrin Hagmann. Dennoch ist Beschäftigung auf dem Spaziergang zu empfehlen: „Denn es kann passieren, dass Hunde sich ihre eigenen Herausforderungen suchen, wenn man sie auf dem Spaziergang nur sich selbst überlässt“, informiert Katrin Hagmann weiter. Gemeinsam etwas erkunden, Suchspiele oder alle Arten der Beschäftigung, die der Hund gerne macht, fördern hingegen die Bindung zum Halter.

Bei allem Spaß und Spiel sollte der Hundehalter aber stets die gesamte Umgebung im Auge behalten. „Wenn sich ein anderer Spaziergänger, Radfahrer oder Jogger nähert, sollte aus Rücksicht die Übung eventuell abgebrochen werden und der Hund sollte zu seiner Bezugsperson gerufen werden“, rät Dr. Katrin Hagmann. Die Hundeschulen des BHV bieten regelmäßig Kurse zu adäquater Beschäftigung von Hunden an. Im Zweifelsfall sollten sich Hundehalter von einem Fachmann beraten lassen.

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