Flugreisen mit dem Hund: Worauf Hundehalter achten sollten

4. Juli 2013

Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater: Wer mit einem Vierbeiner ins Ausland will, muss viele Strapazen in Kauf nehmen

Berlin/ Waldems-Esch, 4. Juli 2013 – Viele Hundebesitzer wollen ihre Vierbeiner mit in die Sommerferien nehmen. Reisen mit dem Auto oder dem Zug stellen für Hund und Besitzer in der Regel kein größeres Problem dar. Komplizierter ist das bei Flugreisen mit Hund. Hundebesitzer sollten genau abwägen, ob sie ihrem Vierbeiner die Strapaze einer Flugreise zumuten wollen, rät der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV) e.V.

Für viele Hundebesitzer ist es eine schreckliche Vorstellung, ihren Hund nicht mit in den Urlaub zu nehmen. Die Reise zu Urlaubsorten in Deutschland ist normalerweise mit keinen Schwierigkeiten für den Hund verbunden. Anders sieht es bei Flugreisen aus. Doch was bedeutet solch eine Reise für den Hund? Wiegt der Stress, unter dem das Tier während der Reise steht, die Vorteile eines solchen Urlaubs wirklich auf? „Hundebesitzer sollten sich die Frage stellen, ob der Hund nicht besser bei einem Verwandten oder in einer kompetenten Hundepension aufgehoben ist“, rät Rainer Schröder, Vorsitzender des Berufsverbandes der Hundeerzieher und Verhaltensberater. Schließlich bereiten der Flug und die Organisation einer Transportbox und des Heimtierausweises plus Impfungen für das jeweilige Reiseziel nicht nur dem Besitzer viel Stress, sondern auch dem Hund. 

Hund im Flugzeug: ungemütlich reisen in einer Transportbox

Fluggesellschaften wie Air Berlin sehen für Hunde bis sechs Kilogramm die Beförderung in der Flugkabine vor. Dabei müssen sie allerdings in einer geeigneten Transportbox untergebracht sein. Diese darf maximal 55 Zentimeter lang, 40 Zentimeter breit und 20 Zentimeter hoch sein. Der Hund muss darin stehen, liegen und sich bewegen können. Generell gilt: Alle Transportboxen müssen geschlossen und auslaufsicher und ausbruchsicher sein. Die Transportboxen selbst müssen zuvor vom Besitzer angeschafft werden. Während des gesamten Flugs müssen die Hunde vollständig in der Box bleiben. Für die Beförderung des Vierbeiners fällt auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eine Gebühr von 30 Euro an. Bei Langstreckenflügen sind es sogar 100 Euro, weiß der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater. Anders sieht es bei tierischen Passagieren über sechs Kilogramm Gewicht aus. Sie dürfen nicht in der Flugzeugkabine mitfliegen und müssen den Flug im Frachtraum verbringen. Die Transportboxen für große Hunde müssen zusätzlich mit einem Futter- und Wasserbehälter ausgestattet sein, der von außen befüllt werden kann. Beim Flug müssen beide Behälter leer bleiben. Das kann besonders bei Langstreckenflügen zum Problem werden, da der Hund nicht mit Wasser versorgt werden kann. Im Gegensatz zu kleinen Vierbeinern kostet die Beförderung von großen Hunden bei Kurz- und Mittelstreckenflügen 75 Euro und bei Langestreckenflügen 150 Euro.

Wie aber bereitet man eine Flugreise mit Hund vor? Der BHV rät immer Direktflüge zu buchen, um dem Hund wenigstens den Fliegerwechsel zu ersparen. Besonders wichtig ist auch die Kennzeichnung der Transportbox. „Auf die Transportbox sollte in verschiedenen Sprachen geschrieben werden, dass es sich beim Inhalt um ein Lebewesen handelt. Außerdem sollte eine Kopie des Heimtierausweises sowie der eigenen Adressdaten mit angeheftet werden“, sagt Rainer Schröder. So kann der Besitzer sicher gehen, dass im Notfall alle wichtigen Unterlagen sofort griffbereit sind.  

In jedem Fall sollten Hundebesitzer ihren Flug mit Hund sehr frühzeitig buchen, mindestens aber 48 Stunden vor Abflug den Hund bei der Fluggesellschaft anmelden. Nur so kann sichergestellt werden, dass es noch einen freien Platz in der Kabine oder im Frachtraum gibt. Denn die Transportplätze für Tiere sind bei jedem Flug begrenzt. Eine Ausnahme bilden dabei nur Blinden- oder Assistenzhunde. Sie können kostenfrei und problemlos bei jedem Flug mitgenommen werden. Grundsätzlich müssen Hundehalter damit rechnen, sich circa eine Stunde vor Abflug von ihrem Tier zu verabschieden.

Aus Liebe zum Tier sollten sich dennoch alle Hundehalter fragen, ob die Transportbox in einem Frachtraum wirklich der richtige Ort für ihr Familienmitglied ist. Bei Turbulenzen und Start oder Landung kann es im Frachtraum durchaus sehr ungemütlich werden. Selbst wenn die Frachträume in diesem Bereich klimatisiert sind, müsste der Hund bei langen Flügen viele Stunden ohne Nahrung und Wasser auskommen – von Bewegung ganz zu schweigen. 

Weitere Informationen:
BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.)
Geschäftsstelle: Auf der Lind 3, 65529 Waldems-Esch
Tel. 06192-9581136 | Fax 06192-9581138
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Internet: www.hundeschulen.de

Pressekontakt:
Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV)
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Marcel Gäding
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Internet: www.medienbuero-gaeding.de

Über den BHV:
Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) vertritt die Interessen von 729 Mitgliedern und mehr als 223 Hundeschulen in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde 1996 mit dem Ziel gegründet, Hundeerzieher und Verhaltensberater weiterzubilden, ein bundeseinheitliches Berufsbild zu schaffen und für den Einsatz von tierschutz- und artgerechten Methoden bei Zucht, Ausbildung, Aufzucht, Erziehung und Haltung von Hunden zu werben. Seit 2007 bietet der BHV gemeinsam mit der IHK Potsdam einen IHK-Zertifikatslehrgang für Hundeerzieher und Verhaltensberater an. Gleichzeitig unterstützt der BHV die IHK Potsdam bei der IHK-Aufstiegsfortbildung zum Hundefachwirt.

Foto: fotolia.de

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