BHV-Dummyprüfung: Nicht nur etwas für Jagdhunde

11. Juni 2012

Dummyarbeit war bislang eher etwas für Jagdgebrauchshunde. Doch der Suchsport eignet sich auch hervorragend für den gewöhnlichen Familienhund.

Lindlar, 11. Juni 2012 - Deshalb hat der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) jetzt auch entsprechende Dummyprüfungen in sein Programm aufgenommen. Die erste BHV-Dummyprüfung Stufe 2 wurde jetzt in der Hundehalterschule Lindlar von drei Teams gemeistert. „Elf Hund-Mensch-Teams sind insgesamt für Stufe 1 und Stufe 2 angetreten und haben gemeinsam 67 von 69 möglichen Punkten geholt“, sagt Trainerin Anette Knobloch.

„Die bislang verfügbaren Dummyprüfungen standen ausschließlich Retrievern und anderen Jagdhunderassen offen“, sagt Prüferin Conny Harms, „Kunden unserer Hundeschulen, die Hunde anderer Rassen oder Mischlinge haben, möchten wir den Zugang zu diesem Sport ebenfalls ermöglichen. Wir setzen den Schwerpunkt auf eine sportlich ambitionierte Prüfung, die Hunden und Haltern Spaß macht – unser Ziel ist nicht die Jagdtauglichkeit.“ Das Besondere an Dummyprüfungen des BHV ist, das Prüfungsteilnehmer ihr Können messen, ohne dabei vor lauter Prüfungsstress den Spaß an der Arbeit zu verlieren. Geht beispielsweise ein Team mit nicht bestandener Aufgabe vom Prüfungsgelände, stellt die Trainerin Hund und Halter gleich im Anschluss eine einfache Dummyaufgabe, damit der Hund nicht die Freude an der Arbeit verliert – er soll mit einem Sucherfolg abschließen.

Springender Hund bei BHV-Dummyprüfung„Dummyarbeit ist eine so geniale Sportart, eine tolle Art der Auslastung für Hunde aller Rassen, die wir keinem vorenthalten möchten, nur weil der Hund nicht die richtige Rasse hat“, sagt Conny Harms. Auch wenn der Spaß an der Dummyarbeit dem BHV sehr wichtig ist, so ist dessen Dummyprüfung durchaus anspruchsvoll. Drei Prüfungsstufen gibt es. Bereits bei Stufe 1, die zum Teil auf einem ablenkungsarmen Hundeplatz und zum Teil im Gelände absolviert wird, arbeitet der Hund durchweg unangeleint, leise, zügig, freudig und exakt. Knautschen des Dummys ist nicht erwünscht, eine präzise Abgabe auf Kommando in die Hand des Halters ist ein Muss. Bei Stufe 2 wird der Schwierigkeitsgrad erhöht – die Suchdistanzen werden länger und das Gelände ist anspruchsvoller.

Das Team gewinnt

Am meisten beeindruckt Zuschauer der Dummyprüfung die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Anette Knobloch beschreibt das so: „Halter lernen, ihren Hund wirklich zu führen, den Moment der Konzentration zu erkennen und zu nutzen, den Wind und andere Umwelteinflüsse einzuschätzen, um ihren Hund zu unter-stützen, und anschließend den Erfolg ordentlich zu feiern. Hunde lernen, ihrem Menschen zu vertrauen, sie achten auf kleinste Nuancen in der Körpersprache – das tun Hunde zwar immer, aber bei der Dummyarbeit wird es für Menschen sehr gut sichtbar.“

Weitere Informationen:
http://www.hundehalterschule.de


Außerdem hat der BHV widmet der BHV dem Bereich Dummyprüfung einen eigenen Bereich auf seiner Homepage

Fotos: Sonja Wissmann

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