Kind und Hund - ein Dreamteam?

4. November 2020

Hunde sind keine Kuscheltiere und können Unfälle verursachen, vor allem wenn Kinder in der Familie leben.


Das und vieles mehr war Thema beim Online-Hundekongress, dem größten Online-Hundeevent im deutschsprachigen Raum.

Am letzten Freitag ging es los und Samstag und Sonntag fanden die BHV-Tage zum Thema "Kind und Hund" statt.

Gremienmitglieder, Geschäftsstellenmitarbeiter, BHV-Referenten, Mitglieder und viele mehr hielten interessante Interviews, nahmen an Live-Diskussionen oder Workshops teil.

Der BHV e. V. (Berufsverband der HundeerzieherInnen und VerhaltensberaterInnen) ist die größte unabhängige Berufsorganisation im Bereich Hundeausbildung Deutschlands und damit auch die mitgliederstärkste Vereinigung. Unsere Mitgliederbetriebe werden regelmäßig wissenschaftlich fundiert geschult und arbeiten modern und zeitgemäß.

Der BHV e. V. engagiert sich für positive Beziehungen zwischen Menschen und Hunden und steht für Lernen und Hundeausbildung durch Motivation und positive Konditionierung.

Dennoch sind Hunde keine Kuscheltiere und können Unfälle verursachen, vor allem wenn Kinder in der Familie leben. Das Zusammenleben zwischen Kind und Hund ist ein komplexes System. Der BHV e. V. engagiert sich für das Thema „Bissprävention“. Bissprävention bedeutet nicht nur das Verhindern eines Beißvorfalls, sondern auch, dass man ein faires, respektvolles Miteinander pflegt – und das geht nur, wenn man sich mit den Bedürfnissen des Hundes auseinandersetzt und das nötige Fachwissen mitbringt.

Wenn Kinder und Hunde zusammen leben, ist es wichtig, dass auch schon die Kleinsten möglichst viel über Hunde und den richtigen Umgang mit ihnen lernen. Denn Kinder werden statistisch gesehen doppelt so oft von Hunden gebissen als Erwachsene. Und meistens ereignen sich diese Beißvorfälle zuhause mit dem eigenen oder einem vertrauten Hund. Der Hauptgrund für Beißvorfälle ist schlicht die unterschiedliche Kommunikation von Hund und Mensch. Hunde sind Meister der Körpersprache, während wir Menschen hauptsächlich verbal kommunizieren. 

Grundlage für diese Freundschaft ist demnach die richtige "Sprache" zwischen Mensch und Tier, um unangenehme Zwischenfälle durch bloße Missverständnisse zu vermeiden. Das Kind muss unter Anleitung sachkundiger Erwachsener den verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund lernen, was sich auch positiv auf das Sozialverhalten des Kindes im Umgang mit anderen Tieren und im Allgemeinen auswirkt.

Was können Eltern tun, um ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten?

  • Hausregeln einführen z.B. Tabuzonen einrichten (Kinderzimmer, Küche) und diese ggf. mit Kindergitter sichern
  • Rückzugsmöglichkeiten für den Hund einrichten (Tabuzone für Kinder)
  • Lebensmittel, die auf den Boden fallen, muss der Hund liegen lassen bzw. dürfen nur auf Signal vom Hund aufgenommen werden. 
  • Boxentraining
  • Konsequentes Liegeplatztraining
  • Ggf. Maulkorbtraining
  • Guter Grundgehorsam und Leinenführigkeit
  • Hochspringen an Personen und Möbeln freundlich unterbrechen, verhindern bzw. sinnvolles Alternativverhalten trainieren.
  • Während der Trainingsphase Geschirr und Hausleine anlegen, um den Hund aus Situationen herausführen zu können, ohne ihn direkt anfassen zu müssen.
  • Gewöhnung an Kinder verschiedenen Alters.

Die Eltern sollten kluges und vorausschauendes Management betreiben, da sie sowohl das Kind als auch den Hund am besten kennen. Sicherheitszonen für Kind und Hund sind immer hilfreich, um unkontrollierte Zusammentreffen von beiden zu verhindern. Der Kontakt zwischen Kindern und Hunden sollte stets unter Aufsicht und für das Kind mit Erklärungen erfolgen. Weder das Kind noch der Hund können nachvollziehen, was der andere sich gerade wünscht und was er unter keinen Umständen haben möchte.

Internetdatei 23Aber Hunde fördern die kindliche Entwicklung: Wie Studien belegen, sind Haustiere gut für die kindliche Entwicklung. Sich um einen Hund zu kümmern fördert die sozialen Fähigkeiten, das Verantwortungsgefühl und die Einfühlsamkeit von Kindern. Emotionalität ist eng an soziale Interaktionen gebunden. Vor allem im emotionalen Bereich wirken Hunde und andere Haustiere in Bezug auf Kinder auf vielfältige Weise unterstützend: Sie stabilisieren emotionale Befindlichkeiten und tragen zu einem positiven Selbstbild. Als zuverlässige Freunde vermitteln Haustiere Zuwendung, Trost und Sicherheit. Dadurch stufen Kinder die tierischen Begleiter als emotional verlässliche Gefährten ein. Die Folge: Sie entwickeln selbst ein gesundes emotionales Gespür.

Unter fachkundiger Anleitung der Erwachsenen kann der Hund für das Kind zum besten Kumpel werden.

Möchten Sie mehr zum Thema "Kind und Hund" erfahren? Unsere Frühjahrsweiterbildung 2021 - ein Wochenende "Kind und Hund".

Information und Anmeldung:

https://www.bhv-akademie.de/veranstaltung/bhv-fruehjahrsweiterbildung-2/

 

Eine Kollektion der letzten Kinderseiten des BHV-Magazins “Der Familienhund” finden Sie hier:

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Dort erfahren Kinder viel Wissenwertes rund um den Hund. Trainingsanleitungen, Rätsel, Bastelspaß und vieles mehr. Der BHV wünscht viel Spaß!

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