DHVE-Hundeführerschein in Niedersachsen als Sachkundenachweis anerkannt

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erkennt Hundeführerschein des DHVE 

– Dachverband für Haustierverhaltensberatung in Europa e. V. – als Sachkundenachweis an.

Seit dem 01.07.2013 gilt in Niedersachsen: Hundehalter/innen, die sich erstmals einen Hund anschaffen, müssen den Nachweis ihrer Sachkunde über eine theoretische und praktische Prüfung erbringen.  Die Prüfung wird durch eine/n vom Ministerium als sachkundige/n anerkannte/n Prüfer/in  abgenommen. In § 3 Abs. 6 Nr. 4 NHundG ist geregelt, dass die Sachkunde auch durch eine sonstige vom Fachministerium als gleichwertig anerkannte Prüfung nachgewiesen werden kann. Hierzu zählt unter anderem die Hundeführerscheinprüfung des BHV.

Die DHVE-Hundeführerscheinprüfung wurde auf Basis der BHV-Hundeführerscheinprüfung entwickelt und im August 2015 beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Anerkennung eingereicht. Nach nunmehr fast zwei Jahren hat das Ministerium die Hundeführerscheinprüfungen des DHVE der Stufen 1, 2 und 3 als gleichwertig anerkannt.

Wie der BHV-Hundeführerschein hat der DHVE-Hundeführerschein das Ziel, Hundehalter und ihre vierbeinigen Partner fit für den Alltag zu machen. Der Halter muss in der praktischen Prüfung zeigen, dass er seinen Hund in typischen Alltagssituationen sicher unter Kontrolle hat und weder andere Menschen noch Hunde gefährdet. In der Theorieprüfung müssen Fragen über gesetzliche Regelungen, Lernverhalten und Kommunikation von Hunden, Verhalten des Besitzers in der Öffentlichkeit sowie Gesundheit und Aufzucht von Hunden beantwortet werden.


Der Hundehalter kann seine Sachkunde in der DHVE-Prüfung der Stufe 2 und 3 mit seinem Hund an der Leine und ohne Leine unter Beweis stellen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, eine Prüfung der Stufe 1 abzulegen, die die Mindestanforderungen an die Sachkunde in Theorie und Praxis abdeckt. Damit können auch Hundehalter ihre Sachkunde nachweisen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Hundeführerscheinprüfung der Stufe 2 oder 3 machen können, z. B. weil sie selber oder ihr Hund gesundheitlich eingeschränkt oder älter sind.

Voraussetzung zur Teilnahme des Hundes an der praktischen Prüfung ist ein Mindestalter von 12 Monaten. Außerdem muss der Hund einen gemäß dem jeweiligen Landesgesetz oder der Verordnung entsprechenden Impfschutz aufweisen und mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.

Alle Informationen zur praktischen Prüfung sowie den Fragenkatalog zum Theorieteil findet man in dem Buch „Der Hundeführerschein des DHVE“, ISBN: 978-3-9816047-3. Es ist im MenschHund! Verlag erschienen und kostet € 12,90. Wer sich gerne interaktiv auf die Theorieprüfung vorbereiten möchte, kann außerdem eine Lernkarten-App zu den Theoriefragen des DHVE-Hundeführerscheins herunterladen. Sie kostet €  4,99 und ist für I-Phone und Android Handys verfügbar.

Auf die praktische Prüfung kann man sich unter anderem mit einem Vorbereitungskurs einer BHV-Hundeschule vorbereiten. Die Adressen der BHV-Hundeschulen erhält man beim:

BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.)
Geschäftsstelle, Auf der Lind 3, 65529 Waldems-Esch
Tel.: 06192 9581136, Fax: 06192 9581138
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